- Internet of Things

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich damit, über Netzwerke Verbindungen zwischen Geräten herzustellen. Diese waren zuerst über Kabel und die Geräte gehörten klar zur Datenverarbeitung. Der nächste Schritt bestand darin, diese Geräte über ein Netzwerk zu verbinden. Das waren immer noch Kabel, aber die Geräte standen für eine Vielzahl von Nutzern innerhalb eines lokalen Netzwerks zur Verfügung. Dann kamen das Internet mit seinen “Weitverkehr”-Verbindungen und irgendwann brauchte man auch nicht mehr unbedingt Kabel: die drahtlose Welt war geboren.

Heute geht es darum, diese Technologien auch für Menschen benutzbar zu machen, die keine IT-Experten sind. Mit den IT-üblichen Geräten (PC, Tablet, Smartphone, Drucker, Fileserver …) klappt das schon ganz gut. Fast jeder Haushalt hat heute eine IT-Infrastruktur, die vor 20 Jahren nur professionellen Nutzern vorbehalten war. Fast jedes Familienglied greift auf eine Vielzahl dieser Geräte zu und kommt damit gut zurecht, die Jüngeren unter uns vielleicht noch etwas besser als die Älteren.

Auch schon weit fortgeschritten ist die Einbeziehung von Multimediageräten und -inhalten. Drahtlos gekoppelte Lautsprecher (über Bluetooth), Android-Settop-Boxen, die den Fernseher zum Internetbrowser und Medienabspieler machen, Kameras, die Bilder auf Cloudservern ablegen, und Musik, die digital zwischen den unterschiedlichsten Abspielgeräten geteilt wird.

Neu hinzukommen ist die Verbindung von Automatisierungs- und Sicherheitsfunktionen in Gebäuden (privat oder Firma) mit dem Internet. Technisch möglich ist das schon seit 10 und mehr Jahren. Aber die dafür erforderlichen Kenntnisse und Ressourcen überstiegen in der Regel die Möglichkeiten von Privatleuten oder kleinen Firmen. Das ist heute anders. Es gibt bereits Überwachungskameras, die innerhalb weniger Minuten in einem WiFi-Netzwerk auch von einem Amateur in Betrieb genommen werden können. Auf einem Smartphone kann der Nutzer dann über das Internet auch außerhalb des Gebäudes sehen, was sich darin abspielt. Die Kamera wird ergänzt durch Tür- und Fenstersensoren, die feststellen, ob hier etwas offen steht oder unbefugt geöffnet wurde. Rauchsensoren stellen Feuer fest, über das Internet kommt die Information auch an, wenn keiner im Haus ist.

Großen Raum wird das Thema Energiemanagement einnehmen. Das Messen der verbrauchten Energie, das Abschalten nicht benötigter Verbraucher und das Einschalten wo eine Funktion benötigt, wird eine Lösung sein für die Eindämmung hoher Energiekosten.

Da stehen wir heute. Ich habe vor langer Zeit Elektrotechnik studiert, habe Elektroinstallation gelernt, in Forschung und Entwicklung gearbeitet und verfolge seitdem, was sich in der Automatisierung tut. Seit 3 Jahren interessiert mich, was man einfacher für den normalen, nicht technisch vorgebildeten Nutzer, insbesondere im privaten Bereich, machen kann. Erste Produkte, an deren Entwicklung ich beteiligt war, dazu werden seit einem Jahr in Europa verkauft. Ich arbeite dazu mit Geräteherstellern, Softwarefirmen und Chipproduzenten in Taiwan und China zusammen. Ich lebe selbst in Taiwan, direkt an der Quelle sozusagen. Von da berichte ich über die neuesten Trends.

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